"Sie sind also die Ökowinzerin. Schmecken Ihre Weine
denn besser als die von Ihrem Mann?" Der so fragt steht oben im
Schützinger Heiligenberg wo der Blick weit über das beschauliche
Schützingen hinaus bis zu den Höhen des Nordschwarzwaldes und der
Schwäbischen Alb geht. Er gehört zu einer aus dem Norddeutschen Raum
angereisten Gruppe von Fachbesuchern. Eigentlich kann er sich die Frage
selbst beantworten, denn er hat einen Schützinger Heiligenberg Lemberger aus
Öko-Anbau vor sich im Glas.
"Ob Ökowein besser schmeckt als anderer Wein, das
müssen Sie sich selbst beantworten. Selbstverständlich steht für mich
wie für meinen Mann das Streben nach höchster Weinqualität an
allererster Stelle. Dazu zählt auch die innere Qualität, das ist all
das, was Sie nicht mit dem ersten und wohl auch nicht mit dem zweiten
Schluck schmecken und riechen können. Die innere Qualität beinhaltet die
Nachhaltigkeit, die Umweltverträglichkeit und den Schutz von Natur und
Landschaft beim Wein machen. Letztlich Ihre und unser aller Gesundheit
und das Leben der nachfolgenden Generationen."
Seit 1994 werden bei Häges ein Teil der Weinberge nach
den Richtlinien für ökologischen Weinbau bewirtschaftet. 1996 kommen
dann sämtliche Schützinger Weinberge des Weinguts in die Öko-Umstellung
und seit 2005