"Du muscht scho ganz schö verrückt sai" (für Nichtschwaben: "Du musst schon ganz schön verrückt sein!"). Diesen Satz habe ich oft genug gehört, als ich damit begonnen habe, Terrassenweinberge in der Mühlhauser Enzschleife zu bewirtschaften.

Manchmal denke ich das auch, beispielsweise wenn ich im Juli bei über 30° im Schatten - das sind dann über 40° im Mühlhauser Talkessel -  mit der Heckenschere meine Rebstöcke gipfle (zurechtschneide).

Es ist tatsächlich kein Zuckerschlecken, diese steilen Terrassen zu bewirtschaften und ein bisschen ver - rückt muss man da schon sein.   Man muss  ganz bestimmt die Betriebswirtschaft ein bisschen ver - rücken, denn ohne eine gewisse Verliebtheit in diese einzigartige Kulturlandschaft und vor allem in die Weine, die ich hier erzeugen kann, schafft man das nicht.

Diese Weinverrücktheit und ein gewisser Hang zur Perfektion sind auch ganz wichtige Triebfedern meines Weinmachens. Alle Jahre wieder im Herbst hat der Winzer eine neue Chance, das Beste aus seinen Trauben zu machen. Schonendes Verarbeiten, langsames Vergären, ausschließlich Maischegärung bei den Rotweinen und und und....nicht zuletzt der Ausbau in Holzfässern sind dabei wichtige Bausteine unseres Weinausbaus.

Das Ergebnis: Weinqualität, die Sie schmecken können.

Probieren Sie's!

Ihr Wengerter

Johannes Häge

 

Rebfläche:
3,25 Hektar, davon 1,9 Hektar Terrassenweinberge

Weinlagen:
Mühlhauser Halde, Maulbronner Closterweinberg, Rosswager Halde, Illinger Schanzreiter

Rebsorten:
Spätburgunder, Lemberger, Trollinger, Schwarzriesling, Dornfelder, Regent, Cabernet Sauvignon.
Riesling, Grauburgunder, Muskateller, Kerner